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... AUS HEITEREM HIMMELNeue Malereien - WOLFGANG DENK

St. Pölten, NÖ Dokumentationszentrum St. Pölten

  • Wolfgang Denk I DENK ART 2020 - PLASTICOLORTYPE VIOLET BLACK ARCHITECTURE I 2020 Wolfgang Denk I DENK ART 2020 - PLASTICOLORTYPE VIOLET BLACK ARCHITECTURE I 2020 © Photo: Wolfgang Mayer

Beschreibung

Nach meinem schweren Unfall 2011 und den eineinhalb Jahren Krankenhaus Aufenthalt stellte ich mir vorerst deprimiert die Frage: „Ist das das Ende meiner 1968 begonnenen Künstlerkarriere“? Nein, im Gegenteil ein Neubeginn beschäftigte meine Phantasie, der letzlich 2019 zum
Durchbruch kam. Eine neue Art von Malerei müsste die Konsequenz sein.
Ich experimentierte mit einfachen, aber widersprüchlichen Grundelementen und einer vom malerischen Zeichen bestimmten repetitiven Bildsprache. Wegen ihrer komplexen Verwobenheit wäre sie zugleich eine ideale Grundform für ein strukturell-analytisches System einer informellen
gestischen Malerei. Mit einer Form der Plasticolortype-Technik (ein von mir entwickelter Terminus Technikus) könnte die deklarative Beschränktheit des Geometrischen und die überschüssige Expressivität einer gestischen Malerei überwunden werden. Vielleicht ist es eben der geheime Pfad, welcher meine neue Position in der Malerei bestimmt, die als reihenhafte sternförmige Grundelemente variiert werden können. Diese Strahlenelemente in verschiedene Zusammenhänge zu stellen und dadurch einen möglichst großen Variantenreichtum der bildnerischen Elemente zu erzielen und zu einem DENK ART-Vokabularium zu verdichten, soll der Weg sein. Um die gefundenen Formen in den verschiedenen Bildkontexten darzustellen, musste ich wieder Künstler-Fahrten in meine ursprünglichen archaischen Perioden und Landschaften unternehmen. Ich strebe nicht an mich ethnografisch fix zu verorten. Meine unzähligen Reisen zu den Monumenten der europäischen Megalithkultur, meine Morgenlandfahrten nach Indien und Japan, zu den amerikanischen First Nations (Red Indians) und herrschenden Einwanderern sowie das weite Spektrum internationaler Kunsttempel, durchdrangen mich mit reichhaltigen Erfahrungen und Inspirationen.
Besonders aus den vielen Westafrikareisen, nach Oshogbo zu Susanne Wenger konnte ich emotional Kapital zu schlagen und dieses in meine Kunst transponieren. Undefinierbar ist für mich der Einfluss durch meine Erfahrungen als Ausstellungsmacher, Gründungsdirektor der Kunsthalle Krems (1991-1996), des Hermann Nitsch Museum (2004-2007) und der Susanne Wenger Foundation Museumsgalerie Krems (1995 und 2011).
Wolfgang Denk
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